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Chronik der Stadt Spremberg
Geschichte der Stadt Spremberg…
Der Tag und die Stunde der Gründung der Stadt Spremberg sind trotz intensiven Nachforschungen ...weiter
Übersetzung des Kaufvertrages…
Die Original-Urkunde, in welcher die Stadt Spremberg zum ersten Mal erwähnt wird, ...weiter
Geschichte der Stadt Spremberg
Älteste Erwähnung der Stadt Spremberg – Kaufvertrag vom 3. August 1301, unterzeichnet in Dahme/Mark. Die Original-Urkunde befindet sich im Böhmischen Kronarchiv in Prag.
Älteste Erwähnung der Stadt Spremberg – Kaufvertrag vom 3. August 1301, unterzeichnet in Dahme/Mark. Die Original-Urkunde befindet sich im Böhmischen Kronarchiv in Prag.

Der Tag und die Stunde der Gründung der Stadt Spremberg sind trotz intensiven Nachforschungen nach wie vor in Dunkel gehüllt. Es gibt keine Urkunden und Berichte, die darüber Auskunft geben, zu welchem Zeitpunkt Spremberg erbaut wurde. Wahrscheinlich sind viele Unterlagen bei den sieben Stadtbränden zwischen 1429 und 1705 vernichtet worden.

Die älteste bisher bekannte Urkunde stammt aus dem Jahre 1301. Nach dieser verkaufte der Landgraf von Thüringen und Markgraf der Niederlausitz, Thiederich der Jüngere, einen Teil der Niederlausitz an den Erzbischof Burchard von Magdeburg. In dem Kaufbrief werden die vom Verkauf betroffenen damals bereits als Stadt existierenden Ansiedlungen namentlich aufgeführt, unter ihnen auch "oppidum et castrum Sprewenberch“. Der Name hatte sich in einer Urkunde von 1346 bereits in Sprembergk gewandelt. Ab 1406 wurde nur noch Spremberg geschrieben.

Die Ansiedlung der Stadt erfolgte ursprünglich unter dem Schutz des Schlosses Grodk. Dass die Spremberger Region aber bereits in vorchristlicher Zeit besiedelt war, belegen Funde aus dem Neolithikum, die im Niederlausitzer Heidemuseum aufbewahrt werden. Im Gebiet der heutigen Talsperre Spremberg ist eine ununterbrochene Besiedlung von 2500 v. Chr. an durch zahlreiche Funde nachgewiesen.

Wirtschaftlich entwickelte sich die Stadt durch ihre günstige Lage äußerst gut.

Zwischen Bautzen und Cottbus waren hier die einzigen Brücken über die Spree. Alle Kaufleute, die von Osten nach Westen oder von Norden nach Süden und umgekehrt reisen wollten, wählten den Weg über Spremberg, da hier neben den drei Brücken auch gute Furt-Übergänge in der Spree waren.

Die als wichtige Handelsverbindung durch Spremberg verlaufende Zucker- oder Niedere Straße beschleunigte die Entstehung eines Markfleckens und verhalf der Stadt zu wirtschaftlichem Ansehen. Funde von Ausgrabungen während der zurückliegenden Jahre beweisen, dass Spremberg bereits im 13. Jahrhundert eine pulsierende Stadt mit vielfältigem ansässigen Handwerk war.

Während dieser Zeit entstand auch die das gesamte Altstadtgebiet umschließende Feldsteinmauer, von der heute noch einige Teile besichtigt werden können.

Durch die starke Zuwanderung von Handwerkern, vor allem Töpfern, Leinewebern und Tuchmachern im 16. Jahrhundert, breitete sich die städtische Siedlung weiter aus. Das Tuchmachergewerbe wurde in den nächsten Jahrhunderten zum Träger der wirtschaftlichen und städtebaulichen Entwicklung. Im Jahre 1765 wurde der Stadt das Privileg für zwei Wollmärkte jährlich erteilt. 1856 entstanden mit der Einführung des Dampfkraftantriebes die ersten zwei industriell betriebenen Wollgarnspinnereien. In rascher Folge kamen zahlreiche weitere Tuchfabriken dazu.

Die 1880 erbaute Webschule trug ab 1901 die Bezeichnung "Preußische Fachschule für Textilindustrie" und bildete bis 1943 insgesamt 905 Schüler aus.

Seit über 160 Jahren wird im Gebiet um Spremberg Braunkohle gefördert. Ein Kraftwerk im Ortsteil Trattendorf lieferte bereits in den 1920er Jahren Strom für die Berliner Straßenbahn und war größter Energieerzeuger Europas. Das einzige neue Kraftwerk im Land Brandenburg wurde im Wesentlichen auf Spremberger Boden errichtet. Es wurde 1998 mit einer Leistung von 1.600 Megawatt eingeweiht. Im Mai 2006 wurde neben diesem abgasarmen Kraftwerk der Grundstein für eine Pilotanlage für das weltweit erste Kohlendioxidfreie Kraftwerk auf Braunkohlebasis gelegt.

Spremberg liegt im heutigen südöstlichen Teil des Landes Brandenburg. Nach Berechnungen von Professor Matzat, der kurze Zeit Lehrer am Spremberger Gymnasium war, lag der Mittelpunkt des Deutschen Reiches von 1871 in Spremberg. Mit dem Ergebnis des Ersten Weltkrieges stimmte diese Rechnung nicht mehr. Noch heute weist ein Markierungsstein auf diese Spremberger Besonderheit hin.

Die einzigartige Insel- und Tallage der Stadt und die sie umgebende Spreeauenlandschaft trugen mit dazu bei, dass Spremberg über viele Jahrzehnte seine Attraktivität behielt und nach wie vor den verpflichtenden Beinamen "Perle der Lausitz" führt.

Die Altstadt liegt zwischen zwei Spreearmen auf einer Insel, die durch acht Brücken und Stege mit dem städtischen Umland verbunden ist. Die Spree bildet in der Stadt und um sie herum landschaftsparkähnliche Zonen. Die innerstädtischen Spreepromenaden und die Spreeaue vor den Toren der Stadt sind ein Paradies für Spaziergänger und Radfahrer.

Eine weitere Besonderheit bietet Spremberg mit dem Georgenberg, einem Endmoränenzug, der als Teil des Niederlausitzer Grenzwalls den Verlauf der südlichen Eisgrenze während der mittleren Eiszeit vor etwa 150.000 Jahren kennzeichnet. Von dem auf dem Georgenberg 1903 eingeweihten Bismarckturm, der als Wahrzeichen der Stadt gilt, hat man eine herrliche Aussicht auf Spremberg und die Umgebung.

Das älteste Gebäude der heute etwa 23.000 Einwohner zählenden Stadt ist das Schloss, das aus einer frühdeutschen Sumpfburganlage um das Jahr 1000 entstand. 1991/92 wurde es mit erheblichem Aufwand nach historischen Vorlagen rekonstruiert. Die angrenzende Parkanlage mit dem Schwanenteich entstand in den Jahren 1926 bis 1933 mit dem Bau der Bahnhofstraße und ist wegen des Bestandes seltener Gehölze sehr interessant.

Besonders reizvoll ist die die Stadt durchfließende Spree mit ihren durchgängigen Spreepromenaden, die in nördlicher Richtung über die Stationen Liebesinsel, Wilhelmsthal und Veilchental auf traditionellen Ufer- und Wiesenwegen in das überregional bekannte Naturschutz-, Landschaftsschutz- und Erholungsgebiet der Talsperre Spremberg führen. Die bei Normalstau etwa 960 Hektar Wasserfläche umfassende Talsperre wurde in den Jahren 1958 bis 1965 durch Aufstauung der Spree errichtet.

Seit 1990 unternimmt die Stadt Spremberg alle Anstrengungen, um unter dem traditionell verpflichtenden Beinamen "Perle der Lausitz" die volle Attraktivität wieder zu erlangen. Sie stellt sich bereits heute als eine außerordentlich interessante und landschaftlich einzigartige Stadt der Niederlausitz dar.

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Spremberg hat in ihrer Sitzung am 19. Juni 2013 für die Stadt Spremberg die zusätzliche Bezeichnung „Perle der Lausitz – parlicka Łužyce“ beschlossen. Gemäß dem Gesetz über die Verleihung von Gemeinde- und Landkreisbezeichnungen vom 13. März 2013 wurde diese zusätzliche Bezeichnung beim Ministerium des Innern des Landes Brandenburg angezeigt.

Mit Schreiben vom 8. August 2013 teilte das Ministerium des Innern des Landes Brandenburg mit, dass gegen die Verleihung der zusätzlichen Bezeichnung „Perle der Lausitz – parlicka Łužyce“ an die Stadt Spremberg keine Bedenken bestehen. Die zusätzliche Bezeichnung „Perle der Lausitz – parlicka Łužyce“ wird nicht Bestandteil des amtlichen Namens der Stadt, führt also nicht zu einer Namensänderung der Stadt Spremberg.

Download: Zeittafel zur Geschichte der Stadt Spremberg
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